Freitag, 08.06.2012,

Übergabe von historischen Feuerwehrexponaten

an die Feuerwehr Pleystein

Urlauberehepaar aus Ludwigsburg schenkte der Feuerwehr Pleystein historische Exponatensammlung für Ausstellungszwecke

V 08062012 header

Bild: zeigt die Übergabe der historischen Feuerwehrgegenstände durch das Urlauberehepaar Stadner an Bürgermeister Johann Walbrunn (rechts sitzend), Feuerwehrvorsitzenden Tobias Wirth (links stehend) und Kommandant Markus Völkl.

Ute und Ernst Stradner aus Ludwigsburg verbringen derzeit ihren elften Urlaub in der Rosenquarzstadt in ihrem Stammquartier Hotel "Regina". Dieses Mal hatten sie nicht nur das übliche Koffergepäck bei ihrer Ankunft dabei,
sondern eine weitere Tasche mit besonderem Inhalt. Darin befanden sich historische Feuerwehrgerätschaften, nostalgische Modelllöschfahrzeuge und andere Utensilien. All diese Exponate schenkten die Eheleute aus dem Schwabenland der Feuerwehr Pleystein für Ausstellungszwecke. Am Freitag fand im Floriansstüberl des Gerätehauses die Übergabe der Sachspenden statt, die von Bürgermeister Johann Walbrunn, Vorsitzenden Tobias Wirth und Kommandant Markus Völkl entgegengenommen wurden.

"Mein Großvater August Beer hat einst den Grundstock für diese schöne Sammlung gelegt, und mein Vater Wilhelm Beer hat dieses Hobby fortgeführt. Beide sind engagierte Floriansjünger in der Berufsfeuerwehr Stuttgart gewesen", informierte Ute Stradner die Gastgeber. So sei im Laufe der Jahrzehnte eine ansehnliche Anzahl von Ausrüstungsgegenständen und vieles mehr zusammengekommen. "Mein Mann und ich haben nach dem Tod meines Vaters vor 20 Jahren dieses gesamte Inventar der Branddirektion unserer Landeshauptstadt Stuttgart als Leihgaben für deren Museum ausgehändigt. In unserem Urlaub im April hier in der Rosenquarzstadt, zu dem auch traditionell der Besuch des Feuerwehrfrühschoppens am Ostermontag gehörte, haben wir uns entschlossen, diese doch außergewöhnliche Sammlung der Feuerwehr Pleystein zu stiften und dies Bürgermeister Johann Walbrunn mitgeteilt", fuhr die Stammtouristin fort.  Sie und ihr Gemahl stellten dann die verschiedenen Exponate einzeln vor. Darunter befinden sich eine Krückenspritze mit Schlauch und Messingstrahlrohr, ein Messinghelm mit Kamm, ein Stahlhelm mit Kamm, ein Strahlrohr aus Messing, eine Steigerlampe, zwei Kupplungshälften mit Durchschuss, der von einer Kriegseinwirkung stammt, eine 55 Zentimeter große Feuerwehrpuppe, ein Feuerwehrbeil sowie ein Bild, das eine Magirus-Dampfkraftspritze aus dem Jahre 1904 zeigt, Figuren aus Holz, die Feuerwehrleute und einen Minimax darstellen sowie Modelllöschfahrzeuge. "Die Kupplungshälften zum Beispiel sind im Dezember 1931 beim mehrtägigen spektakulären Großbrand im Alten Schloss in Stuttgart zum Einsatz gekommen. Mein Großvater war als Aktiver bei den Löschtrupps dabei und geriet unter einstürzendes Mauerwerk sowie herabfallende Balken. Er war drei Tage verschüttet, konnte aber zum Glück von der Suchmannschaft gefunden und aus der riesigen Brandschutthalde gerettet werden. Diese Feuerkatastrophe hat drei Feuerwehrmännern das Leben gekostet. Über 60 Personen sind verletzt worden", führte Ute Stradner noch aus.

Bürgermeister Johann Walbrunn, der die großzügigen Sponsoren aus Ludwigsburg seit langem sehr gut kennt, bedankte sich bei den noblen Gönnern "für diese großartigen Geschenke, die in den Schauvitrinen im Eingangsbereich unseres Feuerwehrhauses einen würdigen Platz erhalten werden".  Das Stadtoberhaupt überreichte an das Ehepaar eine CD der Internationalen Jungen Orchesterakademie und den Pleystein-Film mit Sängerin Brigitte Traeger.  Auch Wirth sowie Völkl richteten Dankesworte an die sympathischen Gäste.

Quelle: Wilhelm Hartung (Der Neue Tag)

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