18.02.1944

Provisorisches Feuerwehrauto

Der Pkw, Mercedes (6 Zylinder), des Max RÖDL wird von der Stadt Pleystein für 1.310 RM als Feuerwehrauto angekauft.

Quelle: Chronik der Stadt Pleystein

05.07.1949

Verkauf des Feuerwehrautos

Der im Jahr 1944 gekaufte und als Feuerwehrauto verwendete Mercedes wird für 2700 DM verkauft. Der Erlös soll als Rücklage zur Erwerbung eines neuen Gerätes angelegt werden.

Quelle: Chronik der Stadt Pleystein

27.07.1952

Segnung des Dodge-Bachert-Löschfahrzeuges

Eine Überprüfung der bisher im Einsatz befindlichen Motorspritze ergab, dass diese veraltet sei und eine neue Spritze beschafft werden müsse, um die Leistungsfähigkeit der Wehr weiterhin erhalten zu können.

In der Generalversammlung am 8. Januar 1950 wurde beschlossen, ein neues Löschfahrzeug zu beschaffen. Man entschloss sich für einen amerikanischen dreiachsigen Dodge-Wagen mit eingebauter Spritze.

Große Aufregung herrschte in der Verwaltungsratssitzung am 07.11.1950, als bekannt wurde, dass das von der Stadt Pleystein am 23.03.1950 bestellte Löschfahrzeug von der Lieferfirma Weiß aus Marktredwitz an die Fa. Seltmann, Vohenstrauß, verkauft und bereits ausgeliefert wurde. Über diesen Sachverhalt unterrichtete die Wehr die Stadt, verbunden mit der Bitte, dass sich diese mit der Fa. Weiß wegen einer alsbaldigen Vertragserfüllung ins Benehmen setze.

Am 01.06.1951 wurde das neue Löschfahrzeug, Marke Dodge-Bachert, an die Stadt Pleystein ausgeliefert und an die Wehr übergeben. Als allein verantwortlicher Löschfahrzeugführer wurde Michael SAX bestimmt.

Am 27.07.1952 fand die Segnung des Dodge-Löschfahrzeugs statt. Anschließend trafen man sich zum gemütlichen Beisammensein in der Gastwirtschaft Völkl.

Das Bild rechts zeigt eine der ersten Fahrten mit dem neuen Löschfahrzeug Dodge-Bachert im Jahre 1951.
15 Jahre lang leistete das Auto wertvolle Dienste. Nach dem Kauf des neuen LF 8 im Jahre 1967 wurde der "Dotsch" - wie er liebevoll genannt wurde - als Zweitfahrzeug verwendet, ehe er 1972 durch den Erwerb des Ford 1300 ausgemustert wurde.
Das Gefährt stand dann noch 2 Jahre im 'Grafngartn' neben dem alten Gerätehaus, ehe es 1974 an den Landwirt Robert Singer nach Spielhof verkauft wurde, der das ausgediente Vehikel für landwirtschaftliche Zwecke umbaute.

Quelle: Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Pleystein

04.10.1963

Kauf einer TS 8/8

In der Generalversammlung am 27.01.1963 berichtete 1. Kommandant Adolf Zeller im Gasthof Weig von 14 Übungen und 3 Brandeinsätzen, vor allem über den tragischen Barackenbrand, wo 2 Kinder in den Flammen ihr Leben lassen mussten. Er stellte den Antrag, die Gemeinde möge 1 TS 8/8 mit kompletter Ausrüstung beschaffen, damit ein Eindringen in verqualmte Räume möglich ist.

Am 04.10.1963 erfolgte der Kauf einer TS 8/8, von 2 Frischluftgeräten und von Schlauchmaterial von insgesamt 10.121,42 DM.

Quelle: Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Pleystein

28.02.1967

Neues Löschgruppenfahrzeug LF 8

In einer Verwaltungsratssitzung am 23.03.1966 wurde über das neue Löschfahrzeug im Haus Regina beraten. Die Abstimmung erbrachte 10 Stimmen für die Fa. Ziegler, 2 Stimmen für Magirus. Dieses Ergebnis wurde dem Stadtrat zur Kenntnis gegeben mit der Bitte, diesem Votum beizupflichten und die Auftragserteilung vorzunehmen.

Am 28.02.1967 wurde durch eine Delegation von Stadt und Wehr Pleystein das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8 auf Daimler-Benz-Fahrgestell beim Auslieferungswerk in Giengen an der Brenz abgeholt.

Wenngleich auch zum Kostenbetrag von 54.590,30 DM Zuschüsse des Staates, des Kreises und der Bayer. Versicherungskammer gewährt wurden, verblieb noch eine sehr beachtliche Mittelaufbringung durch die Stadt.

Der "Dotsch" wurde nun als Zweitfahrzeug verwendet und leistete weiterhin hilfreiche Dienste bei der Brandbekämpfung.

Am 21.05.1967 wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8 im Rahmen eines Feldgottesdienstes auf dem Kreuzberg von Stadtpfarrer Pater Andreas Pfeiffer gesegnet. Die Predigt am Freialtar hielt Pater Alois Bachinger. Der Männergesangsverein 1895 umrahmte die Eucharistiefeier.

Das Bild zeigt die Wehr und die Ehrengäste nach der Fahrzeugweihe am Fuße des Rosenquarzfelsens.

Quelle: Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Pleystein

18.07.1969   -   21.07.1969

100jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

An diesen vier Tagen begingen wir unser 100jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe.

 

Gruppenbild anno 1969

 

An den Feierlichkeiten nahmen teil:

  • der Ministerpräsident Dr. Alfons Goppel

  • der Landrat und Bezirkstagspräsident Hans Pösl

  • der Stadtpfarrer Andreas Pfeiffer mit den Geistlichen des Kreuzbergklosters

  • der Patenverein der Freiwilligen Feuerwehr Weiden i.d.OPf.

  • die Freiwillige Feuerwehr Vohenstrauß

  • die Freiwillige Feuerwehr Miesbrunn

  • die Freiwillige Feuerwehr Neustadt a.d.Waldnaab

  • die Freiwillige Feuerwehr Floß sowie

  • die Pleysteiner Vereine.

 

Vorderseite
Rückseite

Über die Vorbereitung und den Verlauf der vier Festtage vom 18.07. bis 21.07.1969 nachstehend Auszüge aus der Niederschrift von Ehrenkreisbrandinspektor Hans STRIGL:

"Herrliche und sonnige, schöne Tage warden der FFW Pleystein zu ihrem 100jährigen Jubelfest beschieden, und so konnte der Verein diese Feier in würdiger Weise veranstalten. Der Verwaltungsrat der Wehr, verstärkt durch den Festausschuss, kam ein dreiviertel Jahr lang jede Woche zusammen und beriet die anfallenden Arbeiten. Es wurde eine Einteilung von 8 Arbeitsgruppen vorgenommen, um alle Aufgaben bewältigen zu können. Kameraden der Wehr nahmen einige Tage Urlaub, und so war der Festplatz (ehemaliger Sportplatz) ab 14. Juli immer Treffpunkt.
Es musste das Festzelt aufgestellt, Tische und Bänke untergebracht und der Birkenschmuck angebracht werden usw. Es war eine Freude, dabei sein zu können, und es war jeder bestrebt, sein Bestes zu tun.

Und so kam der Freitag, der 18. Juli, heran. Im Laufe des Nachmittags fuhren die Münchner Künstler vor, und in ganz kurzer Zeit war ein Kontakt vorhanden, der uns die Hoffnung gab, dass der bunte Abend einen Erfolg verspricht, und so wurde es auch. Das 2000 Personen fassende Zelt war fast besetzt. Um 19:00 Uhr marschierte die Wehr mit dem Show- und Stimmungsorchester Walter Rick ins Festzelt. Vorstand Michael SAX eröffnete den Unterhaltungsabend und begrüßte alle Gäste aus dem gesamten Landkreis. Die Kapelle brachte in kuzer Zeit die Besucher in Stimmung, so dass dieser Abend ein großer Erfolg wurde.

Am Samstag sammelten sich die Feuerwehrmänner im Vereinslokal Völkl und marschierten um 19:00 Uhr mit der Stadtkapelle Sax zu den Festdamen zum Cafe Kirner, wo ihnen ein Ständchen dargebracht wurde. Im Anschluss daran fand am Kriegerdenkmal die Totenehrung mit Kranzniederlegung durch Vorsitzenden Sax statt. Anschließend erfolgte die Aufstellung zum Zapfenstreich, an der Spitze des Zuges Ministerpräsident Alfons GOPPEL sowie Landrat und Bezirkstagspräsident Johann PÖSL, Stadtpfarrer Andreas PFEIFFER mit der Geistlichkeit vom Kreuzbergkloster, 2. Bürgermeister Josef MEIER mit den Stadträten, der Patenverein aus Weiden i.d.OPf., die Feuerwehren aus Vohenstrauß, Miesbrunn, Neustadt a.d.Waldnaab und Floß und die Pleysteiner Vereine. Um 20:00 Uhr Festkommersbeginn im Festzelt. Ehrenkreisinspektor STRIGL hielt die Festansprache, in der er zunächst auf die Gründung der Pleysteiner Wehr einging. Anschließend sprachen GOPPEL und PÖSL.

Ein strahlend schöner Sonntag war unserem Fest beschieden. Um 06:00 Uhr war der Weckruf, ab 08:00 Uhr Abholung der Vereine. Um 09:30 Uhr fand auf dem Kreuzberg der Festgottesdiest statt, der von Stadtpfarrer PFEIFFER am Freialtar zelebriert wurde. Die Übergabe der geweihten Fahne an den Fahnenträger Josef BOCK erfolgte durch die Fahnenbraut Elisabeth KIRNER. Der kirchlichen Feier wohnten einige tausend Menschen bei.

 

 

Nachmittags um 14:00 Uhr setzte sich der Festzug in Bewegung, der von einem Pferdegespann mit einer Handdruckspritze angeführt wurde. Die alten Feuerwehrmänner wurden im Pkw gefahren. Die Festesfreude war groß und endete mit einem Feuerwerk.

 

 

 

Am Montag spielte die Festkapelle SAX im Festzelt zum Ausklang noch einmal zünftig auf. Dieser gemütliche Abend und das Fest überhaupt wird allen in guter Erinnerung bleiben."

Quelle: Chronik der Stadt Pleystein und Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Pleystein

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